Diabetes von A-Z   —   das große Diabetes-Lexikon

Das große Lexikon des Diabetes-Journals mit knapp 600 Erklärungen zu den wichtigsten Begriffe rund um das Thema Diabetes von A wie „A-Zellen“ bis Z „Zystoskopie“.

Mit Hilfe der unteren Buchstabenleiste können Sie sich die Begriffe nach Anfangsbuchstaben sortiert anzeigen lassen. Um sich die Erklärung zu einem Begriff anzuschauen, klicken Sie auf den entsprechenden Begriff oder auf "aufklappen". Durch einen erneuten Klick auf den gewählten Begriff oder auf "zuklappen" lässt sich die Erklärung wieder schließen.

Merke: Alle Informationen, die bei Ihnen zu Therapieänderungen führen könnten, müssen Sie mit Ihrem Arzt, der Sie wegen Ihres Diabetes behandelt, besprechen. Für entstehende Schäden - gesundheitlicher oder sonstiger Art - übernehmen wir keine Haftung!

A-Zellen aufklappen

A-Zellen machen ungefähr 20 - 30 % aller Zellen in den Langerhans’schen Inseln des Pankreas aus. Die A-Zellen bilden Glukagon.

Abdominelle Adipositas aufklappen

Zentrale Adipositas.  -  Besonders  den Bauchraum (abdominell) betreffende Fettgewebs- bzw. Fettansammlung mit deutlich erhöhtem Risiko für die Entwicklung von Herz- und Gefäßkrankheiten (Arteriosklerose, Atherosklerose)

Abduzenzparese aufklappen

Lähmung eines Augenmuskels, der das Auge horizontal nach außen bewegt

Abort aufklappen

Fehlgeburt, Frühgeburt

Abusus aufklappen

Missbrauch oder übermäßiger Gebrauch von Genussmitteln oder von Arzneimitteln

Acanthosis nigricans aufklappen

Selten bei Typ-2-Diabetes vorkommende Verdickung und gelblich-schwärzliche Verfärbung der Haut, zum Beispiel in den Achselhöhlen und an den seitlichen Hals- und Nackenpartien

ACE-Hemmer aufklappen

Für Diabetiker besonders wichtige blutdrucksenkende Medikamente, die das Blutdrucksteigernde Hormon Angiotensin blockieren (ACE = Kurzbezeichnung für Hemmstoffe des Angiotensin Converting Enzyme)

Adipositas aufklappen

Fettsucht, Fettleibigkeit, Obesitas.  -  Übermäßige Vermehrung von Fettgewebe

Adrenalin aufklappen

Hormon der Nebenniere, das viele körperliche Reaktionen steuert. Adrenalin kann einen Blutzuckeranstieg verursachen, was vor allem bei einer Hypoglykämie hilfreich ist.

Albumin aufklappen

In der Leber gebildetes Eiweiß, das in den meisten Organen vorkommt und einen der Hauptbestandteile im Blut darstellt

Albuminurie aufklappen

Ausscheidung von Albuminen mit dem Urin. Eine gering vermehrte Albuminausscheidung, die sogenannte Mikroalbuminurie, ist ein frühes Zeichen für einen Diabetes-bedingten Nierenschaden

Algorithmen aufklappen

Mathematisch definierte Regeln zur Festlegung der jeweils notwendigen Insulinmengen, z. B. bei der Behandlung mit der künstlichen Bauchspeicheldrüse

Alkohol aufklappen

Bei der Aufnahme von Alkohol ist für Menschen mit Diabetes zu bedenken: Alkoholische Getränke können Zucker enthalten; ein Gramm Alkohol enthält rund sieben ; Alkoholgenuss kann in den Stunden danach zur Entwicklung von beitragen.

Allergien aufklappen

Durch den Kontakt des menschlichen Organismus mit einem Fremdstoff (= Allergen) wird eine ungewöhnliche oder gesteigerte Antwort des Abwehrsystems hervorgerufen, die Allergie.

Alpha-Glukosidase-Hemmer aufklappen

Auch als Resorptionsverzögerer bezeichnete orale Antidiabetika; sie verlangsamen die Glukose-Aufnahme aus dem Darm und den Glukose-Anstieg im Blut.

Alpha-Zellen aufklappen

In den Langerhans’schen Zellen des Pankreas enthaltene Zellen, die das Glukagon produzieren

Alt-Insulin aufklappen

Früher gebräuchliche Bezeichnung für Normalinsulin

Aminosäuren aufklappen

Bausteine von Eiweißen, Strukturmaterial der Körperzelle. Insulin ist ein Eiweißkörper mit 51 Aminosäuren

Ampulle aufklappen

Abgeschlossene kleine Glasflasche. Lagerung und Verwendung flüssiger Arzneimittel, z. B. für  Insulin

Amputation aufklappen

Kunstgerechte operative Absetzung eines Körperteils

Amylin aufklappen

Ein Hormon, das wie Insulin durch die B-Zellen der Langerhans’schen Inseln gebildet wird. Wenn bei Typ-2-Diabetes die Insulinbildung nachlässt, wird auch weniger Amylin produziert. Amylin hat wahrscheinlich eine Blutzucker stabilisierende Wirkung.

Analgetika aufklappen

Schmerzmittel, schmerzstillende Medikamente

Analog-Insuline aufklappen

Gleichartig (analog) wie Humaninsuline wirkende Insulinpräparate, die gegenüber Humaninsulinen eine veränderte Aminosäuresequenz aufweisen

Anämie aufklappen

Blutarmut

Anamnese aufklappen

Krankheitsvorgeschichte, die durch Befragung der Pa­tien­ten während der Untersuchung ermittelt wird

Aneurysma aufklappen

Erweiterung, umschriebene Ausdehnung eines arteriellen Blutgefäßes

Angina pectoris aufklappen

Plötzlich einsetzende, kurz oder lang anhaltende Schmerzen im Brustbereich, die oft nach links in Arm oder Schulter ausstrahlen und mit Erstickungsanfall, Atemnot, Vernichtungsgefühl und Todesangst einhergehen können. Die Angina pectoris („Brustenge“) ist prinzipiell als Vorbotin eines Herzinfarktes anzusehen.

Angiographie aufklappen

Röntgenologische Darstellung der Blutgefäße nach Injektion eines Röntgenkontrastmittels

Angiopathie aufklappen

„Gefäßkrankheit“ (Angio = Gefäß, -pathie = Krankheit). Angiopathie ist ein Oberbegriff für alle Gefäßkrank­heiten an Arterien, Venen und Kapillaren. Bei Diabetikern sind die Mikroangiopathie und die Makroangiopathie von besonderer Bedeutung.

Anorexia nervosa aufklappen

Nervöse Magersucht

Antibiotika aufklappen

Sammelbegriff für Medikamente, die zur Hemmung oder Abtötung von Bakterien, Pilzen oder anderen Krankheitserregern eingesetzt werden

Antidiabetika aufklappen

Blutzuckersenkende Medikamente zur Anwendung bei Diabetes:  Biguanide, DPP-4-Hemmer, Glinide, Glitazone, Inkretinmimetika, Insulinpräparate, Insulinsensitizer, Resorp­tionsver­zögerer, Sulfonylharnstoffe

Antigene aufklappen

Substanzen, die im Organismus die Bildung von Antikörpern auslösen (siehe dazu Immunologie)

Antikoagulantien aufklappen

Medikamente, mit denen die Blutgerinnung verhindert oder verzögert werden kann (z.B. Marcumar, Heparin, Acetylsalicylsäure)

Antikörper aufklappen

Eiweißstoffe, die der Organismus zur Abwehr körperfremder Substanzen bilden kann (auch mitverantwortlich für Abstoßungsreaktionen nach einer Organtransplantation) . Die Antikörper sind eine Antwort des Abwehrsystems, des Immunsystems nach Kontakt mit Antigenen

Antioxydantien aufklappen

Substanzen, die meist als Radikal-Fänger die schädlichen freien Radikale im Körper neutralisieren und damit die Oxydation empfindlicher Moleküle verhindern. Natürliche Antioxydantien sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten.

Aorta aufklappen

Die große Körperschlagader

Apoplex, Apoplexie, Apoplektischer Insult aufklappen

Schlaganfall oder Gehirnschlag.  - Plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn, die zu vorübergehenden oder bleibenden Folgen (z.B. zu einer halbseitigen Lähmung) führen kann.

Appetitzügler aufklappen

Medikamente, denen eine direkte Wirkung auf das im Gehirn liegende Appetitregulierende Zentrum zugesprochen wird

Arrhythmie aufklappen

Unregelmäßiger Herzschlag, zeitliche Unregelmäßigkeit der Herztätigkeit

Arterielle Verschlusskrankheit aufklappen

Krankheit der peripheren Blutgefäße (periphere arterielle Verschlusskrankheit), die der Versorgung von Armen, Beinen und Füßen dienen

Arterien aufklappen

Schlagadern. Große Blutgefäße, die das Blut vom Herzen zu anderen Körperbereichen transportieren

Arteriosklerose aufklappen

Krankhafte Veränderung der Arterienwand mit Verhärtung, Verdickung, Elastizitätsverlust und Verengung der Arterien. Begünstigende Faktoren für die Entwicklung einer Arteriosklerose sind Adipositas, Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterin-Werte, Diabetes mellitus.

Als Folge der Gefäßverengung kommt es zur Minderdurchblutung von Organen oder Geweben, die durch dies Gefäß mit Blut versorgt werden. Zu den Folgen können Herzinfarkt, Schlaganfall, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und andere Krankheiten gehören.

Arthrose aufklappen

Degenerative Gelenkerkrankung, Verschleißerkrankungen von Gelenken

Aspartam aufklappen

Künstlich hergestellter zucker- und energiefreier (= kalorienfreier) Süßstoff

Aszites aufklappen

Ansammlung von Flüssigkeit in der freien Bauchhöhle, Bauchwassersucht

Atherosklerose aufklappen

Krankhafte Veränderung der Arterienwand mit Verhärtung, Verdickung, Elastizitätsverlust und Verengung der Arterien. Begünstigende Faktoren für die Entwicklung einer Arteriosklerose sind Adipositas, Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterin-Werte, Diabetes mellitus.

Als Folge der Gefäßverengung kommt es zur Minderdurchblutung von Organen oder Geweben, die durch dies Gefäß mit Blut versorgt werden. Zu den Folgen können Herzinfarkt, Schlaganfall, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und andere Krankheiten gehören.

Autoantikörper aufklappen

Antikörper, die das Immunsystem gegen körpereigene Substanzen bildet (auto = selbst, eigen)

Autoimmunkrankheiten aufklappen

Krankheiten des körpereigenen Abwehrsystems (auto = selbst, immun = Abwehr). Autoimmunkrankheiten sind Erkrankungen, bei denen sich die Fähigkeit des Organismus zur Abwehr von Antigenen gegen körpereigene Substanzen richtet.

Autonome diabetische Neuropathie aufklappen

Als Folgekrankheiten bei Diabetes auftretende Nervenschäden mit Funktionsstörungen insbesondere an Herz- und Gefäßsystem, Magen- und Darmtrakt sowie Harn- und Geschlechtsorganen (autonom = selbständig, neuro = Nerv, -pathie = Krankheit)

Autonome diabetische Neuropathie des Herzens aufklappen

Herzrhythmusstörungen, Störungen im Blutdruckverhalten, Herzinfarkt ohne Schmerzen und anderes als Zeichen einer Schädigung des vegetativen Nervensystems des Herzens

Autonome diabetische Neuropathie des Magen-Darm-Traktes aufklappen

Magenentleerungsstörungen, Durchfall oft abwechselnd mit Verstopfung, Stuhl-Inkontinenz und anderem als Zeichen einer Schädigung des vegetativen Nervensystems des Magen-Darm-Traktes

Autonome diabetische Neuropathie des Urogenitaltraktes aufklappen

Blasenlähmung, Blasenentleerungsstörungen, erektile Impotenz, erhöhte Gefahr von Harnwegsinfekten und anderes als Zeichen einer Schädigung des vegetativen Nervensystem des Urogenitaltraktes

Azeton aufklappen

Chemische Substanz mit obstartigem Geruch

Azetonurie aufklappen

Ausscheidung von Azeton im Urin. Normalerweise ist der Urin acetonfrei; bei Stoffwechselentgleisung kommt es zum Anstieg von Ketonkörpern im Blut und zu deren Ausscheidung im Urin.

Azidose aufklappen

Übersäuerung des Blutes, z. B. bei der Entwicklung eines diabetischen Komas.

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