05.03.07 6,9 Millionen Diabetiker - DDU und Diabetes im "Focus"

Unter der Rubrik Geldmarkt war kürzlich die Deutsche Diabetes-Union (DDU) im Nachrichtenmagazin "FOCUS" zitiert: als Kronzeuge für die Entwicklung der Diabeteszahlen in Deutschland und welche Auswirkungen das auf wirtschaftliche Prognosen hat. Offensichtlich gelingt es der DDU mit dem jährlich neu erscheinenden "Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes" und den vielfältigen Aktivitäten des Nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus (NAFDM) immer besser, Öffentlichkeit und Medien mit wichtigen Fakten über den Diabetes zu erreichen.
Selbstverständlich tun auch die Deklaration des Europaparlaments in Straßburg, die gerade stattgefundene Konferenz in Brüssel sowie die kurz vor Weihnachten von den Vereinten Nationen in New York verabschiedete Resolution zur immensen Bedeutung des Diabetes ein übriges, wobei sich die Deutsche Diabetes-Union bei den jeweiligen Kampagnen mit aktiven Beiträgen einbringen konnte.
Tatsächlich hat die DDU auch einiges getan, daß wir heute einen viel genaueren Überblick über die Diabetikerzahlen und die Versorgung der Menschen mit Diabetes in Deutschland haben. Das ist vor allem der Arbeit des NAFDM und den dadurch möglich gewordenen Projektförderungen zu verdanken. Die neuesten Zahlen für 2006 gehen ziemlich präzise von jetzt schon 6,9 Millionen bekannten Diabetikern in Deutschland aus, bei einem mehr oder weniger ungebrochenen Trend zum weiteren Anstieg. Mittlerweile spritzen bereits zwei Millionen Menschen täglich Insulin. Es ist überdeutlich, daß sich die gesamte Gesellschaft und die verantwortlichen Politiker um das Problem Diabetes dringend kümmern müssen, wenn eine wirksame Prävention etabliert und ein weiteres Anwachsen der Zahlen verhindert werden soll. Es muß endlich ernst gemacht werden mit der Förderung einer sachgemäßen Präventionskultur in Deutschland. Buchstäblich jeder kann morgen schon betroffen sein!
Dafür wäre es auch wichtig, wenn sich die Selbsthilfe in Sachen Diabetes noch wesentlich stärker profilieren könnte. Den Aufruf des Präsidenten des Deutschen Diabetiker Bundes, Herrn Manfred Wölfert, in dieser Ausgabe des Diabetes-Journals, in den Deutschen Diabetiker Bund (DDB) einzutreten und eine aktive Rolle zu spielen, kann man deshalb nur nachdrücklich unterstützen. Nichts ist in der Politik überzeugender als das Argument großer Zahlen.
Mit Blick auf das Diabetes-Journal gesprochen, wäre es phantastisch, wenn jeder Journal-Leser, der noch nicht Mitglied des DDB ist, dem Bund beitreten würde; und wenn jeder Leser, der schon DDB-Mitglied ist, ein neues Mitglied für den Deutschen Diabetiker Bund werben könnte. Wahrscheinlich wäre das sogar der Zeitschrift "FOCUS" eine weitere Nachricht wert: Immer mehr Menschen mit Diabetes vertreten ihre eigene Sache!
Prof. Dr. Eberhard Standl
Chefredakteur
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