Hans-Jürgen Tilsner aus Oele - 02.06.11 17:26
Sehr geehrte Frau Einser,
zur Info, was die Medis machen, gehört - eigentlich völlig logisch - als unabdingbare Voraussetzung die Info, was die Defekte/Krankheiten machen, zu deren Heilung-Linderung-Ausgleich wir Betroffene die Medis jeweils nehmen (sollen).
Für Einser ist die Sache klar. Sie gleichen mit Pen & Pumpe aus, was ihnen unstreitig zu mehr als 80% fehlt: Insulin.
Dagegen lernt ein Zweier, dass sein Problem Gewicht und Insulin-Resistenz seien und er zumindest im Anfang nicht zu wenig, sondern zu viel Insulin habe, weil die normale Meenge bei ihm nur nicht ausreichend wirke.
Nur zu viel, also mehr als passend Insulin macht in jedem Falle Unterzucker, also niedriger als gesunden Blutzucker. Kein Typ2 hat (mit Ausnahme der alimentär provozierten Hypo) unbehandelt einfach so Unterzucker.
Und höher als gesunder Blutzucker entsteht immer mit zu wenig, also weniger als passend Insulin. Jeder Zweier hat unbehandelt die weitaus meisten von 24 Stunden erheblich höher als gesunden BZ und damit erheblich weniger Insulin, als jeweils notwendig.
Wenn das Insulin beim Zweier nicht ausreichend wirken würde, wenn also seine Zellen nicht genug Glukose zu ihrer Versorgung bekämen, würden sie wie beim Einser auch trotz des hohen Blutzuckers Ketone zum Ersatz bestellen. Tun sie aber nicht. Sie sind also ausreichend mit Glukose versorgt, und zwar auch dann, wenn der Zweier seinen BZ in völlig gesunde Grenzen absenkt. Der höher als gesunde Blutzucker ist mithin für die Versorgung in keiner Weise notwendig.
Und schließlich weist jede Statistik eindeutig mehr gesunde Menschen gleichen Alters und Geschlechts mit jeweils gleichem BMI und gleicher Insulin-Resistenz aus, als die entsprechenden Anzahlen an Zweiern. Und diese viel mehr gesunden Vergleichsmenschen haben alle trotz BMI und Insulin-Resistenz völlig gesunde BZ-Verläufe und so gut wie keine Chance, je zum Zweier zu werden. Denn die mit dem gesunden BZ haben ihren Brüdern und Schwestern im Typ2 eines ganz wesentlich voraus:
Wenigstens 50% mehr funktionierende Beta-Zellen, wenn man ihre gesunde Menge an Beta-Zellen gleich 100% setzt. Denn ca. 50% fehlen den neuen Zweiern offenbar schon dann, wenn sie die Diagnose-Grenzwerte erreichen.
Das heißt, die Abnahme der Betas ist schon sehr weit fortgeschritten, wenn der Diabetes gerade erst diagnosereif wird. Als engagierter Zweier muss ich natürlich denken, dass es offenbar ein gewisses System hat, wenn uns Betroffenen zu wesentlicher Info zu unserer Krankheit auch die zu den Wirkweisen unserer Medis vorenthalten wird.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jürgen Tilsner










