Reinhard Nienaber aus Ostbevern - 17.12.08 10:34
Ich nehme seit 6 Wochen Januvia in Verbindung mit Metformin. Bis jetzt: HbA1c von 7,2 auf 6,6 gefallen. 7,5 kg Gewicht abgebaut.

Relativ geräuschlos wurde kürzlich das letzte Projekt zur Entwicklung von "Insulin zum Inhalieren" eingestellt. Eines dieser Insuline hatte es ja bis zur Verfügbarkeit auf dem Markt gebracht, alle anderen sind letztlich vor der Ausbietung gestoppt worden. Zu gering waren offensichtlich die Vorteile, zu hoch die Kosten. Und auch die möglichen Unwägbarkeiten bei Langzeitanwendung waren nach wie vor mit einigen Fragezeichen versehen, so dass sich diese Form der Insulintherapie in der Praxis nicht als Durchbruch erweisen konnte, wie der anfängliche Hype in den Medien suggerieren wollte. Das für ein kurzwirksames Insulin relativ lange Wirkprofil war für Menschen mit Typ-1-Diabetes nicht wirklich attraktiv, ein Langzeitinsulin zum Inhalieren fehlte, und der Abgang der Insuline zum Inhalieren erfolgte dann auch eher unspektakulär.
Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie schwierig es ist, echte Innovationen zu erreichen.
Der Medienhype ist derzeit zu den Stammzellen weitergewandert. Wann immer heute von Stammzellen die Rede ist, wird als erstes Anwendungsbeispiel fast regelmäßig der Diabetes genannt. Dabei sind alle diese Ansätze in einem frühen, rein experimentellen Stadium. Ob es jemals hier zu einem Durchbruch kommt, ist aus vielerlei Gründen mehr als fraglich. Mit Blick auf den Typ-1-Diabetes geht es auch um die Tatsache, dass es sich um eine "Autoimmunkrankheit" handelt, bei der die insulinproduzierenden Gewebe durch das körpereigene Immunsystem zerstört werden, was jedenfalls auch für transplantierte insulinproduzierende Gewebe gilt, die ohne Immunbehandlung bislang nicht überleben können. Immunbehandlung aber bedeutet neue, womöglich größere Belastungen als bisher. Beim Typ-2-Diabetes haben wir die Mechanismen noch nicht wirklich verstanden, die zum Versagen der Insulinabgabe ins Blut und zum Absterben der insulinproduzierenden Gewebe in der Bauchspeicheldrüse führen. Stammzelltherapie ist also auch nicht gerade ein Neuzugang in naher Zukunft zur blutzuckersenkenden Behandlung bei Diabetes.
Ein konkreter Zugang für blutzuckersenkende Behandlung in Tablettenform ist hingegen nach dem seit etwa einem Jahr auf dem Markt befindlichen "DPP-4-Inhibitor" Sitagliptin (Präparatname "Januvia") seit Anfang Mai ein weiterer Vertreter dieser Substanzklasse namens Vildagliptin (Präparate "Galvus" bzw. in fixer Kombination mit Metformin "Eucreas"). Wie im Diabetes-Journal mehrfach berichtet, wird mit diesen Substanzen u. a. der Abbau des Hormons "GLP-1" verzögert, das bei Typ-2-Diabetes ebenfalls vermindert ist oder nur abgeschwächt zur Wirkung kommt. Eine Verstärkung der GLP-1-Wirkung führt insbesondere zu einer blutzuckergerechteren Insulinabgabe und zu einer Unterdrückung einer überschießenden Glukagonsekretion. Im Schnitt sinken die HbA1c-Werte um 0,7 bis 1,0 Prozent. Unterzuckerungen treten kaum auf, das Körpergewicht bleibt unverändert, und auch sonst erscheinen diese Medikamente gut verträglich. Für die Etablierung dieser neuen Medikamentenklasse ist jetzt aber sehr wichtig, dass möglichst bald langfristige Outcome-Ergebnisse vorliegen, die den Nutzen weiter untermauern und noch mehr Sicherheit geben mit Blick auf eventuelle Nebenwirkungen, die bei neuen Medikamenten nie von vorneherein ganz auszuschließen sind. In jedem Fall berichtet das Diabetes-Journal lieber über positive Neuzugänge und Verbesserungen für die Behandlung als womöglich über Abgänge.
Prof. Dr. Eberhard Standl
Chefredakteur
Reinhard Nienaber aus Ostbevern - 17.12.08 10:34
Ich nehme seit 6 Wochen Januvia in Verbindung mit Metformin. Bis jetzt: HbA1c von 7,2 auf 6,6 gefallen. 7,5 kg Gewicht abgebaut.
Hartl Gabriele aus Straubing - 10.08.08 15:33
Nehme seit ca. 4 Wochen Janivia. finde es toll, fühle mich wohl dabei, meine Zuckerwerte sind besser geworden. Bin sehr zufrieden.
Liebe Grüße,
Gabi Hartl
Karl-Heinz Weimer aus München - 06.05.08 12:21
Ich nehme seit 2 Wochen das oben erwähnte Januvia. Ergebnis prima. Habe vorher nur mit Essen aufgepasst, aber der Morgenzucker wurde immer höher.
Bis jetzt keine Nebenwirkungen.
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