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31.03.2009 Der Frühling lockt!

Über erste zarte Triebe, Frühlingsgefühle und eine Frühjahrskur ohnegleichen.

Gut, dass sich das Wetter nicht an Klimaprognosen hält – und wir endlich wieder einmal einen krachend-kalten Winter hatten. Aber langsam blühet gottseidank Hoffnungsglück in den Tälern, locken die ersten Frühlingsgefühle. Spüren Sie´s, sehen Sie´s?

Unvergleichbar zart-grün sind die frischen Triebe, sind die ersten jungen Blätter. Eine sanfte Intensität, die ich über alles liebe – und die nur für eine ganz kurze Zeit im Jahr aufschimmert. Lassen Sie diese Farbe auf sich wirken – und erinnern sich ihrer das ganze Jahr. Trotz der noch kalten Böden treiben jetzt auch die ersten Pflanzen des jungen Jahres aus dem Boden. Schon sehe ich überall die zarten Blättchen der Brennesseln, des Löwenzahns, die ersten Triebe in den Brombeerhecken. Heute habe ich beim Joggen rund zehn dieser Triebe vorsichtig aus dem Dornengestrüpp gepflückt, habe sie hinterher ins Müsli geschnitten. Und die Brennesseln mixe ich mit einem kleingeschnittenen Apfel, einem Schuß frischen Zitronensaft zu einem unvergleichlichen Vitalcocktail. Die sanft-bitteren Blätter des Löwenzahns sind mir eine willkommene Bereicherung des Kartoffelsalates.

Eine Frühjahrskur ohnegleichen sind diese wilden Pflanzen! Stecken sie doch voller Mineralien, wie etwa dem Blutzucker bekömmliches Magnesium, aber auch glücklich machendes Serotonin, freie Radikale fangendes Vitamin E. Ja, sogar die Produktion des Zucker senkenden Insulins können einzelne Wirkstoffe in den Blättern der Brennessel anregen.

Sie mögen keine wilden Pflanzen sammeln? Dann habe ich Ihnen eine schöne Alternative vom Markt: Kaufen Sie möglichst morgens einen Bund Radieschen, bei dem die Blätter noch kraftstrotzend sind. Waschen Sie diese Blätter gründlich, tupfen sie trocken, schneiden sie fein, tun drei klein gewürfelte Radieschen, einen halben gewürfelten Apfel dazu. Mischen Sie alles, schmecken den Salat mit Zitronensaft, Apfelessig, einem Schuß Himbeeressig, Olvenöl sowie Salz und Pfeffer ab.

Das Schöne: Die Blätter schmecken elektrisierend frühlingsscharf – und sie enthalten noch mehr wirksame Stoffe als die Radieschen selbst, etwa antioxidative Carotinoide, dazu belebendes Vitamin C, Zell bildende Folsäure, energisierendes Magnesium, Spermien förderndes Mangan – auf dass den Frühlingsgefühlen auch von innen Leben eingehaucht werde.


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