11.01.2011 Echt Essen – Echt leben!

Es ist unfassbar: Seit Jahren werden offensichtlich Abfälle aus der Produktion von Biodiesel zu Futtermitteln „veredelt“.

Das ist offensichtlich bekannt, irgendwie wohl auch erlaubt. Nur, wenn wie jüngst einmal etwas schief geht bei der Umwandlung der an sich für technische Schmiermittel bestimmten Mischfette, wenn plötzlich auch noch Dioxin entsteht, dann herrscht ritualisierte Aufregung.

Doch die vergeht wie nach jedem Lebensmittelskandal. Die Betroffenen tauchen für einige Zeit ab – und tauchen unter anderen Firmenbezeichungen wieder auf. Deshalb liegt der wirkliche Skandal tiefer, nämlich in einer NahrungsINDUSTRIE, die jeden Respekt vor der Natur verloren hat. Denn auch Futtermittel sind Mittel zum Leben – und zwar für die Tiere. Aber wenn die mit so einem Dreck gefüttert werden, wenn sie in riesige Großgehege gepfercht werden, wie können da für den Menschen wohltuende Lebens-Mittel (bewusst so geschrieben) entstehen?

Gerade Diabetiker brauchen für ihren sensiblen Stoffwechsel hochwertige Lebens-Mittel. Wobei Diabetiker wie alle Menschen nicht täglich Fleisch brauchen, ein bis zwei Mal in der Woche sind genug – aber dann muss es das Beste sein, ein Fleisch, wo der Metzger, der Wirt noch weiß, wo es herkommt.

Ein Echt-Essen-Gasthaus“ stelle ich exklusiv für diese Website seit über eineinhalb Jahren jeden Monat vor. Das sind Gasthäuser, wo der Wirt noch weiß, wo seine Ware herkommt, wo er häufig auch noch selbst eigene Produkte herstellt. Wie wichtig diese Serie ist, zeigt sich gerade jetzt. Denn in Zukunft brauchen wir noch sehr viel mehr Betriebe, wo wir sicher sein können, etwas Echtes zu bekommen. Schauen Sie nach diesen Kriterien noch einmal die Liste der mittlerweile 17 Gasthäuser an – Sie werden überrascht sein, welche Kleinode Sie entdecken; wobei die Gasthäuser bezahlbar sind, denn das Echte hat zwar seinen Preis, aber es muss nicht teuer sein.

„Unbedenklich sind nach derzeitigem Stand Bio-Produkte“, schreibt die BILD-Zeitung in einer glänzend recherchierten Reportage zum aktuellen Dioxin-Skandal. Mich freut das, denn gerade mein Engagement für ökologische Lebens-Mittel wird ja gerne belächelt. Deshalb bin ich besonders stolz, dass ich Ihnen diesen Monat mit der „Rose“ in Hayingen einen Pionier der ökologischen Landwirtschaft vorstellen kann – und sogar ein „Echt-Essen-Gasthaus“ nach den besonders strengen „demeter“-Richtlinien.

Was so streng klingt, schmeckt großartig. Denn Bio-Produkte sind nicht nur gesund, sondern auch besonders im Geschmack stark!

Kommentar

Gisela Bohnes aus 58675 Hemer - 15.01.11 22:16

Daß die Verantwortlichen mit großer krimineller Energie gehandelt haben , steht wohl außer Frage. Was mich brennend interessiert: wo kaufen diese Leute ihre Lebensmittel? Sie selber und ihre Familien werden das vergiftete Zeug kaum essen.- MfG Gisela Bohnes

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