06.03.2009 Flagge zeigen auf der diabetestour 09

Wie geht es eigentlich chronisch kranken Menschen in Zeiten wirtschaftlicher Rezession? Meine Antwort: Auch nicht besser als sonst – aber man muss sich noch mehr als üblich vor dem Abdrängen an den Rand der Gesellschaft wehren. Und damit wird die diabetestour 2009 zu einem willkommenen Anlass, Flagge zu zeigen. Es ist unbestritten, dass man im Gesundheitssektor sehr viel tun muss, um öffentlich im Blickwinkel zu bleiben und auch neue Wege zu gehen hat.
Ganz wichtig ist es dabei, nicht im Konzert der vielen anderen Gruppierungen der Gesellschaft unterzugehen. Gerade Patientinnen und Patienten mit Diabetes sind – als eine der zahlreichen Patientengruppen – in der Gefahr, nicht aufzufallen. Scheinbar ist alles geregelt und alle sind versorgt. So nimmt die Öffentlichkeit – und allzu gerne auch die Politik – dies wahr! Dass dies keineswegs der Fall ist, muss ich hier nicht ausführen – wer weiß das besser als Sie, liebe Leserinnen und Leser. Es geht also darum, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, die die öffentliche Wahrnehmung ändern.
Dies ist mit der Idee zur diabetestour schon jetzt gut gelungen: mit völlig neuem Konzept, mit ganz besonderen Präsentationen, und das Ganze kurz und bündig nur an einem einzigen Tag! Damit ist die Chance gegeben, die ganze Bandbreite eines Gesundheitstages zu besuchen und persönlich kennenzulernen: mit Workshops, kostenlosen Untersuchungen, mit einem Gesundheitsparcours, mit Beratungen zu allen Aspekten der Erkrankung und deren Begleiterscheinungen, mit Vorträgen von hervorragenden Referentinnen und Referenten und vielem anderen mehr.
Natürlich wird das Ganze auch Freude bringen und unterhaltsam sein: Es soll schließlich ein Spaß für die Familien, Angehörigen und Freunde sein, mitzumachen und dabei zu sein; hierzu sind der Veranstaltung ganz eigene Programmpunkte eingebaut! Wer Sport und Bewegung sucht, wird ebenfalls nicht zu kurz kommen. Der Besuch der diabetestour am Samstag, 28. März in Mainz – in der berühmten Rheingoldhalle – wird also in vielfältiger Weise hilfreich und bereichernd sein:
Ein interessanter, kurzweiliger und informativer Ausflug mit der ganzen Familie.
Eine Lehrstunde in Sachen "Besser Leben mit meiner Krankheit". Eine Förderung der eigenen Selbsthilfestrategien.
Das Kennenlernen der neuesten Entwicklungen in den Präsentationen der Industrie und der Wissenschaften rund um Diabetes und der angrenzenden Fachgebiete wie Kardiologie, Nephrologie, Podologie, Ernährung, aber auch Rehabilitation, Soziales, Sport und Bewegung. Und nicht zuletzt auch eine Demonstration der Patientinnen und Patienten und aller anderen Beteiligten, auch in schwierigen Zeiten Flagge zu zeigen, sich zu treffen, sich auszutauschen, wahrgenommen zu werden und füreinander da zu sein.
Ich freue mich darauf, Sie als Leserin oder Leser des Diabetes-Journals persönlich zu treffen – denn ich lasse es mir nicht nehmen, dabei gewesen zu sein.
Peter Gilmer
Vorsitzender der Stiftung Aktion Niere
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