Walz - 17.03.11 15:31
Ich sage immer: Diabetes ist nicht schlimm, da kann man Spritzen! Aber was macht man bei Dummheit???????
Mfg
Volker Walz

Kommentare wie „Zucker verboten!“, „Selbst schuld!“, „Spritzen – igittigitt!“ lösen bei Diabetikern negative Gefühle aus. Sie fühlen sich ausgegrenzt, verletzt, oder sie ärgern sich. Dagegen lässt sich etwas tun.
Mit anderen austauschen
Wer sich mit anderen Diabetikern austauscht, bekommt eigene Erfahrungen vielfach bestätigt. Das neu erlebte Wir-Gefühl stärkt das Selbstbewusstsein, und der Einzelne erlebt Vorurteile als weniger belastend. Kontakte lassen sich über lokale Selbsthilfegruppen oder soziale Netzwerke im Internet aufbauen. Immer mehr Diabetiker haben einen Weblog und lassen so andere an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Wem ein Internet-Tagebuch zu öffentlich ist, dem kann auch ein persönliches Tagebuch als Selbsterfahrung helfen, mit Vorurteilen besser klarzukommen.
Vorurteile richtig stellen
Damit die abgedroschenen Diabetesklischees in der Gesellschaft verschwinden, reicht es auf Dauer aber nicht, nur im eigenen Saft zu schmoren. Um Vorurteile abzubauen, braucht es sachliche Informationen. So lässt sich etwa die verbreitete Vorstellung „Zucker verboten!“ richtigstellen: „Mit der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) sind grundsätzlich alle Lebensmittel erlaubt.“ Die Aufklärungsarbeit sollte aber nicht ins Dozieren über Details ausufern, sonst stößt sie schnell auf taube Ohren oder nervt.
Humorvolle Schlagfertigkeit
Leichter als manch trockener Vortrag kann humorvolle Schlagfertigkeit hartnäckige Vorurteile über Diabetes knacken. Einem Stereotyp wie „Selbst schuld!“ lässt sich maßlos übertrieben zustimmen: „Richtig, ich habe früher nichts als Süßigkeiten gegessen – zum Frühstück am liebsten Gummibären-Müsli, mittags ordentlich gezuckerte Pfannkuchen mit Schokosauce und abends dick beschmierte Honigbrote.“
Die Nonsens-Antwort zieht Vorurteile ins Lächerliche. Das gelingt, wie im nächsten Beispiel, auch mit einer absurden Gegenfrage: „Trägst du deine Insulinpumpe auch nachts?“ – „Nimmst du deine Bauchspeicheldrüse beim Schlafen etwa raus?“ Angriffslustig ist ebenfalls die Methode „lieber ... als“, beispielsweise bei der Äußerung „Spritzen – igittigitt!“: „Lieber spritzen als übermorgen tot!“
Weghören und verheimlichen lösen nicht das Problem
Manche ziehen es vor, bei Vorurteilen wegzuhören oder ihren Diabetes zu verheimlichen. Das erscheint als Weg des geringsten Widerstands, löst das Image-Problem auf Dauer aber nicht. Wer seinen Diabetes versteckt, empfindet die chronische Krankheit als Makel und hat somit selbst Vorurteile.
Kerstin Kloss
Walz - 17.03.11 15:31
Ich sage immer: Diabetes ist nicht schlimm, da kann man Spritzen! Aber was macht man bei Dummheit???????
Mfg
Volker Walz
Gisela Bohnes aus 58675 Hemer - 14.03.11 10:07
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe diesen Artikel schon mehrfach gelesen und überlegt, ob und wie man darauf reagieren sollte. Je öfter ich ihn gelesen habe, umso stärker wurde mein Gefühl , daß an diesem ganzen Artikel und der merkwürdigen Einstellung , die dahintersteht, etwas nicht stimmt. Wieso soll sich ein Diabetiker für seine Erkrankung entschuldigen? Entschuldigt man sich etwa für Bluthochdruck oder Fersensporn? Warum sollte ein Diabetiker verständnis -und humorvoll bleiben , wenn man ihn angreift oder sogar verleumdet weil er /sie eine Stoffwechselstörung hat? Ich kenne keinen Diabetiker , der sich um diese Krankheit gerissen hätte. Leider wird man bei der "Vergabe" ebensowenig gefragt wie bei der Haarfarbe. Auf ernsthafte Fragen, hinter denen ein wirkliches Interesse steht, will ich gern antworten, aber man muß nicht auf jeden Unsinn eingehen. Und ich verspreche: wenn mir jemand letztendlich erklärt, womit man sich als Kind diese Krankheit verdient hat, will ich mich gern entschuldigen. Mit freundlichen Grüßen Gisela Bohnes
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Dr. med. Katrin Kraatz, selbst Typ-1-Diabetikerin, testet für Sie Geräte des Diabetikerbedarfs!
Das Diabetes-Journal ist Medienpartner der Diabetes-Aufklärungskampagne.