Hans-Jürgen Tilsner - 09.08.08 17:15
Wirklich stoffwechselgesunde Menschen stehen mit max um 80 mg/dl auf, messen 30-60 Minuten nach größerem Stärke=Zucker-Input um 120 oder knapp darüber, kaum je über 140, und sind nach 2 Stunden längst wieder zurück bei um 80. HBA1c 4,5 bis max 5,5.
Warum muss der BZ zur Diagnose von Diabetes mellitus erst in die Region um HBA1c 7 ansteigen, nüchtern bis über 125 mg/dl und 2 Stunden nach dem OGTT über 200 (reine Definitionsgrößen! Nichts, was die Krankheit irgendwie vorgeben würde), um anschließend so behandelt zu werden, dass nach IDF-Empfehlung 2 Stunden nach dem Input 140 nicht überschritten werden?
Zumal etwa die Hälfte der zeitnahen Diagnosen schon voll entwickelte diabetische Folgekrankheiten mitbringen!
Was spricht dagegen, die Behandlung logisch wenigstens schon dann zu beginnen, wenn 2 Stunden nach dem OGTT die 140 überschritten werden, die mit der guten Therapie nach Überschreiten der viel höheren Diagnose-Schwelle nach Möglichkeit unterschritten bleiben sollten?
Und was spricht überhaupt dagegen, neu diagnostizierte Betroffene im ersten Jahr dazu anzuleiten (nicht mit Einstellen verwechseln!), wie sie sich zuverlässig alltäglich wirklich gesunde BZ-Verläufe (s.o.) ohne nennenswerte Hypogefahr machen können, statt an HBA1c unter 6,5 als gesund zu glauben und unter 6 gar als gefährlich?
Natürlich würden das lange nicht alle nutzen. Schließlich nutzen ja auch nicht alle Raucher die Möglichkeit, sich zu Nichtrauchern zu entwickeln.
Dumm eigentlich, dass die Tabakindustrie diesen Diabetes-Trick noch nicht raus hat. Denn was meinen Sie, wie viele lukrative Nichtraucher mehr wären, wenn schon mit 15 Zigaretten am Tag das Nichtrauchen beginnen und unter 10 als gefährlich (s. ACCORD) wenig gelten würde?
Und dann wäre doch auch sehr viel einfacher zu belegen (wieder ACCORD), dass Nichtrauchen nicht wirklich sooo viele Vorteile gegenüber dem Rauchen bringt, oder?











