Hans-Jürgen Tilsner aus Oelde - 12.10.11 09:06
Sehr geehrter Herr Lauber,
Sie schreiben:
„Das Urteil des erfahrenen Praktikers bestätigt in einem Artikel für „Der Diabetologe“ Dr. med. Michael Jecht, Diabetologe an der Klinik „Havelhöhe“ in Berlin: „Wie stark die Bedeutung des Insulins für das Körpergewicht des Patienten ist, zeigt der folgende Aspekt: Patienten verringern die eigentlich notwendige Insulindosis, um dadurch eine Gewichtsabnahme hervorzurufen. Das Problem der absichtlich verringerten Insulindosis wurde in einer britischen Studie an 65 jungen Patienten mit Typ-1-Diabetes bestätigt. Insgesamt gaben 30 Prozent der Frauen zu, Insulin zu niedrig zu dosieren, um ihr Gewicht zu manipulieren“. Wie gesagt, Herr Tilsner, das sind nicht meine Aussagen, sondern die Aussagen erfahrener Experten.“
Die Frauen, auf die Sie sich hier beziehen, leiden unter ernsthaften Persönlichkeitsstörungen. Sie wollen mit aller Gewalt ihren krankhaften Gewichtsvorstellungen entsprechen. Dafür provozieren sie mit der niedrigeren Dosierung ihres Insulins und deswegen erheblich überhöhtem Blutzucker eine gewissermaßen kontrollierte Ketoazidose. Sie bauen also auf diese Weise praktisch das fortgeschrittene Stadium des unbehandelten Typ1 nach, in dem mit erheblichem Wasserdurchsatz große Mengen Glukose und und zu Ketonen aufbereitetes Fett ausgeschieden werden. Die auf diese Weise entsorgte Glukose wird übrigens zu einem erheblichen Anteil per Glukoneogenese aus dem Eiweiß abgebauter Muskelsubstanz gewonnen.
Mit diesem Beispiel als Beleg für ihre These, dass weniger Insulin schlank mache, haben Sie selbst Ihren Sachverstand in Bezug auf Diabetes mellitus überzeugend vorgeführt.
Mit freundlichen Grüßen,
Hans-Jürgen Tilsner










