Diabetes-Journal-Newsletter - Januar 2009
Depression: Die besten Tipps für mehr Wohlbefinden
Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Lustlosigkeit – solche Stimmungstiefs kennt jeder von uns. Sie sind normale Reaktionen unserer Psyche auf Belastungen und Verluste und helfen uns, schmerzliche Erfahrungen zu verarbeiten. Dauert dieser Zustand aber über längere Zeit an und ist nicht mehr an einen erkennbaren Auslöser gekoppelt, spricht man von einer Depression. Sie als Diabetiker tragen dabei ein erhöhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken. Diese wirkt sich oft zusätzlich negativ auf den Diabetes aus: Blutzuckerkontrollen werden vernachlässigt, die Dokumentation fällt aus, es wird weniger auf die Ernährung geachtet. Im Ergebnis bedeutet das oft schlechtere Blutzuckerwerte und eine höhere Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen. Auch wenn das Erleben von depressiven Menschen grau eingefärbt ist und scheinbar kaum Hoffnung auf Besserung besteht: Es gibt Wege aus diesem Tal. In der Januar-Ausgabe des Diabetes-Journals erfahren Sie alles über die Wechselwirkungen zwischen Depressionen und Diabetes, welche Therapien die größte Aussicht auf Erfolg haben, und wie Sie Ihr Wohlbefinden positiv beeinflussen können.
Mit der folgenden Checkliste können Sie einfach und schnell herausfinden, ob Sie möglicherweise an einer Depression leiden. Weist Ihr Ergebnis auf eine krankhafte Stimmungsveränderung hin, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen.
Habe ich eine Depression?
Leiden Sie seit mehr als zwei Wochen die meiste Zeit des Tages an ...
- gedrückter Stimmung?
- Interesselosigkeit und/oder Freudlosigkeit, auch bei sonst angenehmen Ereignissen?
- Schwunglosigkeit und/oder bleierner Müdigkeit und/oder innerer Unruhe?
- fehlendem Selbstvertrauen und/oder fehlendem Selbstwertgefühl?
- verminderter Konzentrationsfähigkeit und/oder starker Grübelneigung und/oder Unsicherheit beim Treffen von Entscheidungen?
- starken Schuldgefühlen und/oder vermehrter Selbstkritik?
- negativen Zukunftsperspektiven und/oder Hoffnungslosigkeit?
- hartnäckigen Schlafstörungen?
- vermindertem Appetit?
- tiefer Verzweiflung und/oder Todesgedanken?
Zur Auswertung: Haben Sie die ersten drei Fragen, sowie acht Fragen insgesamt mit „ja“ beantwortet haben, weisen Ihre Angaben auf eine schwere depressive Erkrankung hin, die dringend behandelt werden sollte. Setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung. Wenn Sie Frage 10 mit „ja“ beantwortet haben, besteht sogar ein Selbstmordrisiko. Sprechen Sie unbedingt mit einer Person Ihres Vertrauens, einem Arzt oder einem Psychotherapeuten darüber. Denken Sie daran: Depressionen sind der häufigste Grund für Gedanken an Selbstmord. Aber: Depressionen sind behandelbar!
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