Diabetes-Journal-Newsletter - Mai 2010

Diabetes und Beruf: Die besten Tipps für den Arbeitsalltag

Herausforderungen im Berufsleben für Menschen mit Diabetes, damit befassen wir uns diesmal im Titelthema. Denn Diabetiker oder auch deren Angehörige und Kollegen werden es wissen: Das berufliche Leben mit der chronischen Krankheit ist nicht (mehr) ganz so unbeschwert und sorglos wie ohne.

Planung, Mut und Entspannung sind erforderlich, um selbstbewusst im täglichen Geschäftsleben zu bestehen. Business-Coach Katja Thiede gibt Ihnen in ihrem Beitrag Anregungen, wie Sie den beruflichen Alltag trotz Diabetes noch besser meistern können.

Der normale Arbeitsalltag mit Diabetes hat also bereits seine speziellen Anforderungen. Doch was passiert, wenn dann auch noch außergewöhnliche Situationen hinzukommen? Wirtschaftskrise, Sparzwang, Entlassungen, Mobbing, Bournout –  und dann noch eine chronische Krankheit wie Diabetes.  Da können die Folgen erheblich sein und irgendwann jeden umhauen.

Wie können Sie sich selbst helfen? Wie erkennen Sie, ab welchem Zeitpunkt Sie professionelle Hilfe brauchen? Diplom-Psychologin Barbara Holker, die zugleich auch als „Coach“ arbeitet, gibt Ihnen hierzu wertvolle Tipps.

Daneben ist es gut, seine Rechte am Arbeitsplatz zu kennen. Man muss sich nämlich nicht immer alles gefallen lassen. Allerdings ist es manchmal besser, sich etwas zurückzuhalten. Im Beitrag von Rechtsanwalt Oliver Ebert lesen Sie Ihre Rechte als Arbeitnehmer und erfahren, wie Sie sich gegen Mobbing, Diskriminierung und Kündigung juristisch wehren können.

Hier, im Newsletter, können Sie bereits einige Tipps von Businesscoach und Trainerin Katja Thiede lesen, die Ihnen als Diabetiker im Berufsalltag weiterhelfen können:

 

  1. Situation analysieren – stellen Sie sich ein paar Fragen!
    • Welche konkreten Aktivitäten werden passieren?
    • Sind alle Aktivitäten planbar?
    • Welche unvorhersehbaren Situationen könnten sich ergeben? Hier können Sie gern kreativ werden...
  2. Gefahrenquellen und Unsicherheiten orten!
    • Wann besteht Über- bzw. Unterzuckerungsgefahr?
    • Wie und wo kann ich Messungen und das Spritzen durchführen?
    • Möchte ich messen und spritzen in Gegenwart von Kollegen oder wähle ich einen ungestörten Ort?
    • Welche Art von Not-BEs bevorzuge ich, wo bewahre ich sie auf?
    • Wann kann ich sie zu mir nehmen?
    • Traue ich mich das in Gegenwart von Menschen oder ist es mir unangenehm, im Notfall etwas essen zu müssen?
    • Möchte ich offensiv darüber sprechen oder das unauffällig regeln?
    • Gibt es weitere Dinge/Situationen, die mich verunsichern oder ängstigen könnten?
  3. Maßnahmen planen!
    • Was konkret kann ich tun, um Überund Unterzuckerungen vorzubeugen?
    • Wie schaffe ich mir ein Sicherheitsnetz? Was brauche ich, um mich sicher und entspannt zu fühlen?
    • Wo kann ich in Ruhe messen und spritzen (hier im Vorweg einen entsprechenden Ort sichten, ggf. Ansprechpartner fragen!)?
    • Pausen planen!
    • Personen ins Vertrauen ziehen und Absprachen zur Absicherung treffen!
    • Bekleidung bedenken!
    • Ernährungssituation bedenken!
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