Diabetes-Journal-Newsletter – Juni 2011

Bewegung: So bestimmen Sie Ihre optimale Trainingsherzfrequenz
In den letzten Jahren haben viele Studien den Nutzen von Lebensstiländerungen in der Behandlung von Menschen mit Typ-2-Diabetes bewiesen. So konnte in dem amerikanischen Diabetes-Präventions-Programm (DPP) und auch in der finnischen Diabetes-Präventions-Studie (DPS) durch eine intensive Lebensstiländerung das Neuauftreten eines Diabetes aus einem Prädiabetes um etwa 58 Prozent gesenkt werden
Interessant war, dass das Neuauftreten eines Diabetes tatsächlich umso effektiver verhindert werden konnte, je konsequenter die Lebensweise verändert wurde. In der Gruppe, in der die Lebensstiländerung am konsequentesten umgesetzt wurde, konnte ein Fortschreiten des Diabetes praktisch komplett verhindert werden.
Der entscheidende Parameter dafür war die Steigerung der körperlichen Aktivität, verbunden mit der Körpergewichtsreduktion und der Verminderung gesättigter Fettsäuren in der Ernährung. Im DPP konnte darüber hinaus gezeigt werden, dass durch mehr Bewegung, verbunden mit der Einnahme von Metformin 2 x 850 mg täglich, die Entwicklung eines Metabolischen Syndroms um bis zu 40 Prozent vermindert werden konnte – die Lebensstiländerung gab dabei den entscheidenden Ausschlag.
Aktuelle Studien zeigen bisher eindeutig den sinnvollen und langfristigen Effekt einer körperlichen Aktivität auf Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall wie Körpergewicht, Bauchumfang, Bluthochdruck und Fettstatus. Aus einer großen Lebensstil-Interventionsstudie (Look AHEAD) mit mehr als 5 000 Typ-2-Diabetikern liegen erste Ergebnisse vor, wonach 55 Prozent der Patienten mit Lebensstilintervention nach einem Jahr eine Körpergewichtsreduktion um etwa 7 Prozent erreichten. In der Kontrollgruppe, die keine Lebensstilintervention hatte, gelang dies statt 55 nur etwa 8 Prozent aller Patienten.
Verstärkte körperliche Aktivität, insbesondere nach jeder Hauptmahlzeit, führt unmittelbar zu einer Senkung des Blutzuckers und langfristig zu einer Verbesserung der Insulinunempfindlichkeit der Muskulatur; es kann bei körperlicher Aktivität besser Glukose in die Muskulatur aufgenommen werden.
Im aktuellen Diabetes-Kurs erfahren Sie von unserem Experten, Dr. Gerhard-W. Schmeisl, wie man körperliche Aktivität gezielt als Therapiemaßnahme bei einem Typ-2-Diabetes einsetzen kann und worauf es dabei zu achten gilt!
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18.05.2012
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