Diabetes-Journal-Newsletter – Juni 2011

Hormonstörungen: Die Folge für Ihren Blutzucker

„Seine Hormone spielen verrückt“, sagen wir Menschen, wenn mit jemandem die Pferde durchgehen, wenn eine zickig ist oder wenn einer mit einer anderen, viel Jüngeren fröhlich durch die Stadt und durchs neue Leben zieht. Die Hormone können aber tatsächlich verrückt spielen – und zu ernsten Erkrankungen führen, die durchaus auch den Diabetes beeinflussen. Mit dieser Thematik befassen wir uns im Titelthema des aktuellen Diabetes-Journals.

Wer neben seinem Diabetes eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion hat, der kann zusätzlich große andere Probleme bekommen: Bei einer (noch unerkannten) Überfunktion kommt es oft zu hohen Blutzuckerwerten – eine gute Diabeteseinstellung im Alltag wird nahezu unmöglich. Andererseits: Wer eine Unterfunktion hat, muss mit vermehrten unerklärlichen Unterzuckerungen rechnen. Unsere Autorin Prof. Petra-Maria Schumm-Draeger (München) klärt Sie auf.

Auch im Bereich der Sexualhormone kann es zu Veränderungen kommen, die im Zusammenhang mit dem Diabetes stehen. So kommt es bei Männern schleichend zu einem Abfall der Testosteronmengen im Körper. Das männliche Hormon aber hat Einfluss auf den Fett-, Muskel- und Knochenstoffwechsel, auf die Stimmung und auf die Sexualität. Ein Mangel hat also Folgen – wie Dr. Cornelia Jaursch-Hanke (Wiesbaden) erläutert.

Ein weiteres Hormon ist das Kortisol, auch bekannt als Stresshormon. Bekanntermaßen kommt es bei viel Stress zu einem Anstieg der Blutzuckerwerte. Aber nicht nur bei Stress – auch Erkrankungen der Kortisolproduktion können den Diabetes durcheinanderbringen. Prof. Matthias Weber (Mainz) sagt, warum. 

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