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14.06.2010 Großbritannien: Umfrage deckt eklatante Diabetes-Mythen auf

Viele Briten haben eine völlig falsche Vorstellung von der Stoffwechselerkrankung - etwa dass sie von zu viel Zucker ausgelöst wird. Das Resultat ist oft eine Diskriminierung der Betroffenen.

Eine Umfrage in Großbritannien hat ergeben, dass annährend die Hälfte der befragten Personen (nämlich 42 Prozent) noch immer von der fälschlichen Annahme ausgehen, dass Diabetes von einem zu hohen Zuckerkonsum hervorgerufen wird. Dies berichtet die britische Diabetesorganisation Diabetes UK, die die Befragung auch selbst in Auftrag gegeben hat.

Diabetes wird von einer Kombination aus genetischen, physionomischen und umweltbedingten Faktoren verursacht. Der Verzehr von Zucker selbst spielt dabei keine direkte Rolle. Natürlich begünstigt allerdings eine Ernährung mit hohem Zuckeranteil die Entstehung von Übergewicht, welches wiederum das Risiko für Typ-2-Diabetes stark erhöht.

25 Prozent stören sich an Insulin-Injektionen in der Öffentlichkeit
Noch erschreckender als dieses Unwissen ist aber die Tatsache, dass ein Viertel der Befragten sich daran stören, wenn Diabetiker in der Öffentlichkeit Insulin injizieren. Insgesamt nahmen 2.032 Briten  an der Umfrage mit dem Namen "Diabetes Mythen" teil. Simon O'Neill von Diabetes UK zeigte sich ob der Ergebnisse besorgt: "Diese Arten von Mythen sind nicht gerade hilfreich und können zu Diskriminierung und Mobbing führen."

"Traurigerweise hören wir oftmals von Kindern mit Diabetes, die in ihren Schulen schickaniert werden, da ihre Mitschüler glauben, diese müssten sich Insulin spritzen, weil sie zu viele Süßigkeiten essen würden", ergänzt O'Neill. "Menschen mit Diabetes haben es bereits schwer genug, mit den Beeinträchtigungen durch ihre Erkrankung zu leben, auch ohne dass sie auch noch dazu gebracht werden, sich beschämt zu fühlen oder ausgegrenzt zu werden."

Aufklärung vs. Diskriminierung
Anmerkung der Diabetes-Journal-Redaktion: Die Ergebnisse dieser Umfrage sind natürlich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar, doch zeigen sie  deutlich, dass gerade bei Nichtbetroffenen noch viel Informations- und Aufklärungsarbeit in Sachen Diabetes notwendig ist, um eine Diskriminierung der Betroffenen zu verhindern.

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