11.12.2008 Schlafhormon beeinflusst Blutzucker

Das Hormon Melatonin scheint nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus zu steuern, sondern auch direkt den Glukosestoffwechsel zu beeinflussen.
Ein schlafender Mann.

Forscher der Universität Lund (Schweden) und der Universität Oxford (Großbritannien) haben eine mögliche Ursache dafür gefunden, wieso Schlafstörungen häufig mit Übergewicht und Typ-2-Diabetes einhergehen.

Schlafsteuerungshormon reguliert auch Glukosestoffwechsel
Das Hormon Melatonin, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert, scheint auch an der Regulierung des Glukosestoffwechsels beteiligt zu sein. Wie die Zeitung „Ärzteblatt“ berichtet, haben die Forscher entdeckt, dass Melatonin die Freisetzung von Insulin aus den Beta-Zellen vermindert, was einen erhöhten Blutzuckerspiegel und auf Dauer einen Typ-2-Diabetes zur Folge haben kann.

Eine Blockade der Melatonin-Wirkung auf die Beta-Zellen könnte deshalb eine neue therapeutische Option sein.

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